Druckübersetzer

Bekannte Bauweisen von Druckübersetzer beruhen meist auf einem normalen doppeltwirkenden Zylinder, dessen Kolbenstange in einen am Zylinder stangenseitig montierten Hochdruckbereich hineinfährt. Dieser Bereich muss die Belastung des entstehenden Druckes unter schwellender Belastung voll aushalten. Dieser Bereich wird als dickwandiges Rohr ausgeführt. Bei Drücken über 1000bar reicht oft selbst die dickste Wandstärke nicht mehr aus. Man wählt dann eine Konstruktion aus zwei Rohren, wobei das innere in das äußere eingeschrumpft wird. Das ist eine sehr teure und schwer zu beherrschende Technik.

Bei Thiele-Hydraulik verfolgt man daher folgenden Ansatz:

Druckübersetzer

Grün ist der innenliegende Verschiebekolben, blau sind alle fest mit dem Mantelrohr verbundenen Teile. Gelb ist der niedrigere Primärdruck und rot der hohe Sekundärdruck. Der Verschiebekolben wird nun vom hohen Innendruck aufgedehnt aber der Außendruck wirkt diesem Aufdehnen entgegen. Das hat zwei wesentliche Auswirkungen:

  • Die Aufdehnung des Verschiebekolbens an der Hochdruckdichtung ist geringer als bei der herkömmlichen Konstuktion, was der Lebensdauer dieser Dichtung sehr entgegenkommt.
  • Es können bei gleichem Vormaterial höhere Drücke erzeugt werden

Diese Bauart wird von unseren Kunden sehr erfolgreich für Hochdruckumformprozesse im Automobilbau und für die Herstellung von Wärmetauscherblechen eingesetzt mit Drücken bis 2000bar mit Millionen Zyklen ohne Wartung.